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Die nicaraguanische Atlantikküste![]() Big Corn Island image - Atlantic coast Die Atlantikküste Nicaraguas ist überaus reizvoll und bezaubernd. Sie unterteilt sich in zwei autonome Regionen, die nahezu ein drittel der Staatsfläche ausma-chen. Eine unverfälschte Naturlandschaft deren Urwaldgebiete jetzt zum Teil gerodet werden sollen, um der zunehmenden Besiedlung durch zuwandernde Bevölkerung aus dem Raum der Pazifikküste Raum zu schaffen. Die Ureinwohner dieser Gegend sind die Sumus, die Mischi-tos und die Ramas - Nachkommen ehemaliger Negersklaven und Volksgemeinschaften mit afroindischer Kultur leben direkt an der Küste. Auch dieser Teil von Nicaragua wurde zwar ursprünglich von den Spaniern erobert, doch heute leben dort vorwiegend englischsprachige Volksgruppen. Neben den Verständigungs-problemen mit dem spanisch sprechenden Rest des Landes trägt dies aber auch dazu bei, dass die großen sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Unterschiede innerhalb des Landes er-halten bleiben. Das Leben in den beiden autonomen Regionen an der Atlantikküste unter-scheidet sich derart vom Rest Nicaraguas, dass man den Eindruck gewinnen könnte, es handle sich um einen anderen Staat. So bezeichnen die Bewohner der Gebiete an der Atlantikküste ihre Landsleute auf der pazifischen Seite auch ein wenig abfällig als „Spanier“. Die beiden etwas unsicheren autonomen Landesteile an der Karibikküste sind ausgesprochen multi-ethnisch und vielsprachig – neben Englisch wird u.a. dort noch Kreolisch und natürlich Spa-nisch gesprochen. Es ist nicht einfach, um vom pazifischen Teil des Landes an die Karibikküste zu gelangen. Die Mehrzahl der Probleme, die schon zu Zeiten der Spanier bestanden haben, bestehen noch immer: undurchdringlicher Urwald, breite und unregelmäßige Flussläufe, ein feuchtes tropi-sches Klima und zu guter letzt das nicht Vorhandensein gut befahrbarer Verkehrswege. Zweifellos treffen Menschen, die ausreichend Zeit haben, eine
Reise ins Landesinnere zu or-ganisieren und durchzuführen hier
eine der reizvollsten und schönsten Regionen Nicaraguas an
- und zwar nicht nur aufgrund der attraktiven Landschaft sondern
vielmehr aufgrund der historischen, ethnischen und kulturellen Vielfalt. |